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Die Stellungnahme von N.I.R. Leipzig zum Thema Volksbegehren für den Ahmadiyya-Moschee-Bau in Leipzig


Liebe
Leserinnen und Leser,
anbei
ein Statement von N.I.R. Leipzig zum Thema der Hetze der AfD gegen den Islam.
Wie in den Niederlanden drückt sich auch in Deutschland die Islamophobie
mehrfach in Form von Verhinderungen von Moscheebauten aus.
Die
rechten Parteien plädieren für Volksbegehren, weil sie damit rechnen, dass sich
die Menschen gegen den Moscheebau aussprechen. Sie betreiben eine Hetze, die
ganz im Sinne von Geert Wilders darauf hinweist, dass die Muslime Europa mit
ihren Kinderwägen erobern werden, usw…. Die Menschen werden eingeschüchtert mit
Parolen wie: „Großmoschee“ usw… So werden Vorurteile erzeugt, die vor allem den
deutschen Musliminnen und Muslimen schaden, die von der Gesellschaft
ausgeschlossen und stigmatisiert werden.
Und
genau diese Wählermentalität macht sich die AfD in Leipzig zu nutze. Hierzu
schreibt Herr Florian Illerhaus von N.I.R. an die Redaktion von ProMosaik e.V.
Folgendes:

Quelle: Leipziger Internet
Zeitung
Der
Generalsekretär der sächsischen “Alternative für Deutschland”, Uwe
Wurlitzer, kommentiert den positiven Bescheid der Bauvoranfrage der Ahmadiyya
Muslim Jamaat zur geplanten Moschee in Leipzig-Gohlis: “Baugenehmigungen,
auch wenn sie vom Baugesetz her möglich sind, dürfen nicht über die Köpfe der
Bürger hinweg erteilt werden” und nennt das zukünftige Gebetshaus eine
“Großmoschee”. Seit knapp einem Jahr wurde über die Pläne der
Ahmadiyya, eine Moschee mit einer Grundfläche von 170m² für 100 Gläubige zu
errichten, berichtet. In diesem Fall von “Großmoschee” zu sprechen,
muss als Angstmache bezeichnet werden, zeichnet Wurlitzer doch bewusst ein
falsches Bild von den Ausmaßen des geplanten Gebäudes und spricht mit dem
bekannten islamfeindlichen Code auf verschwörerische Vorstellungen von
“muslimischer Landnahme” und einer halluzinierten
“Islamisierung” an.

Quelle: AfD
Die
Forderung nach Volksabstimmungen zur Genehmigung von Moscheebauten stellt in
der Konsequenz eine Aushebelung grundgesetzlich verankerter Werte, wie
Gleichbehandlungsgrundsatz und Religionsfreiheit, dar. Schließlich soll nicht
jedes privat finanzierte und auf eigenem Grund errichtete Gebäude einer
Volksabstimmung unterliegen, sondern ausschließlich islamische Sakralbauten.
Die AfD offenbart mit dieser Forderung ihres sächsischen Spitzenpolitikers
deutlich ihr Unverständnis von Rechtsstaatlichkeit, trotz geltendem Baurecht
sollen gegen die Werte des Grundgesetzes bestimmte Menschen benachteiligt
werden. Der AfD wird bewusst sein, dass ihre Forderung aufgrund von Landes- und
Kommunalgesetzgebung unumsetzbar ist. Die “Alternative”, die die AfD
anbietet, ist die Abkehr von Rechtsstaat und Grundgesetz, offen propagiert
durch die Forderung nach Diskriminierung religiöser Minderheiten.
Wir
freuen uns auf Ihre Zuschriften hierzu an info@promosaik.com
Zum
Thema können Sie auch gerne den folgenden Artikel lesen:
Dankend
Dr.
phil. Milena Rampoldi
Redaktion
von ProMosaik e.V.